The Game Archaeologist: Die Geschichte von Ultima Online

Auf der MMO-Newsseite „Massively“ ist vor einigen Tagen ein zweiteiliger Artikel (englisch) über die Geschichte von Ultima Online erschienen, mit interessanten Details und Anekdoten aus der Zeit der Entwicklung, bis hin zu den aktuelleren Erweiterungen. Absolut empfehlenswert.

uo-pixel update 01.08.2022

Um den 1.8 rum gab es ein Update auf uo-pixel

Neue Gumps:
Phobos – Ork
Phobos – Pirat
Phobos – Amerika?

Neue Items:
Phobos – Fancy Statue
Phobos – Spalier
Phobos – Spion/Dieb Deko

Warum sollte man heute noch Ultima Online spielen?

Ultima Online setzte zum Zeitpunkt seines Erscheinens neue Standards, sowohl optisch als auch technisch, und es ist in bestimmten Nischen immer noch unübertroffen. Aus diesem Grund wird es auch heute noch von tausenden Menschen weltweit gespielt, und zwar nicht nur aus nostalgischen Gründen. Seine Stärken sind die immersive Spielwelt, die Detailverliebtheit und die Rollenspielmöglichkeiten.

Immersive Spielwelt:

  • Die Spielfiguren in UO können eine große Anzahl Kleidungstücke in beliebigen Farben frei miteinander kombinieren. Jedes getragene Kleidungsstück ist in seiner individuellen Farbe an der Spielfigur auch zu sehen, was zur damaligen Zeit nicht üblich war und auch heute noch selten ist.
  • Obwohl UO einfache 2D-Grafik verwendet, ähnlich vieler heutiger Browser- oder Handy-Spiele, verfügt die Spielwelt bereits über Höhen, ist also dreidimensional. Es gibt Berge, Täler, und Gebäude können über mehrere Stockwerke errichtet werden.
  • Alle Gegenstände können frei in der Welt platziert werden, ob in Taschen oder Truhen, am Boden, oder auf Tischen oder Regalen, und sind an jedem Ort auch vollständig zu sehen. Auch das übertraf die damaligen Standards deutlich, und ist auch heute längst nicht in allen Spielen des Genres möglich. Es können ganze Häuser nach eigener Kreativität mit Gegenständen eingerichtet werden.
  • Es gibt zudem keine Ladebildschirme oder Wartezeiten. Die große Spielwelt kann frei und ohne Unterbrechungen erkundet werden.

Dies alles zusammen erzeugt das Gefühl einer so glaubwürdig wirkenden virtuellen Welt, wie es selbst von modernen Spielen, trotz Ultra-HD Grafik und 60FPS, in den meisten Fällen nicht erreicht wird.

Der ursprüngliche Ultima Online Client wirkt heuzutage etwas in die Jahre gekommen. Allerdings gibt es mittlerweile moderne Alternativen, wie z.B. ClassicUO, die die Benutzerfreundlichkeit und Darstellung des Spieles erheblich aufwerten und es dadurch wieder hervorragend zugänglich machen.

Nerd-Wissen:
Die UO-Spielserver von Origin Systems waren in mehrere Zonen unterteilt, die jeweils von einem separaten Rechner mit eigenen Datenbank simuliert wurden. Dadurch konnte eine große Anzahl von Spielern auf einer Welt spielen, die einen einzigen Rechner zu der damaligen Zeit überfordert hätten.
Diese Technik war neuartig und wegweisend und zählt heutzutage unter der Bezeichnung „sharding“ (man beachte die Herkunft des Namens) zur Standard-Ausstattung moderner Datenbank-Software.

Detailverliebtheit:
Verfügte bereits das Original-UO von 1997, ganz in der Tradition der Ultima-Reihe, über ungewöhnlich viele Spielmöglichkeiten und Details (Spielezeitschriften schwärmten regelmäßig, dass man in Ultima sogar Brot backen könne), stieß die Detailtiefe mit dem Aufkommen von Freeshards und dem Enthusiasmus ihrer Betreiber in ganz neue Bereiche vor. Auf einigen heutigen Freeshards gibt es fast nichts, was die eigene Spielfigur nicht tun oder werden könnten.
Ähnlich detaillierte und interaktive virtuelle Spielwelten lassen sich in fast keinem anderen Computerspiel finden.

Rollenspiel:
Eine große Nische von Ultima Online Freeshards ist das Rollenspiel. Auf vielen, vor allem deutsprachigen Freeshards, agieren alle Spieler in Person ihrer selbst erdachten Spielfiguren-Persönlichkeit, und es gelten diverse zusätzliche Spielregeln, um dies zu unterstützen. Wer mitspielen möchte, ist aufgefordert, sich über Lebensgeschichte und Motivationen der eigenen Spielfigur Gedanken zu machen, und diese im Spiel passend zu verkörpern. Wer sich nicht an diese Spielregeln hält, muss damit rechnen, ausgeschlossen zu werden.
In üblichen, kommerziell betriebenen Online-Spielen ist Rollenspiel auf einem derartigem Level nahezu nicht möglich, da die Betreiber verständlicherweise davor zurückschrecken, Regeln durchzusetzen, da dazu führen können, dass sie Spieler als potentiell zahlende Kunden abschrecken.

Aus diesen Gründen ist es auch heute noch absolut empfehlenswert Ultima Online zu spielen!

Vespertales: Forschungskompendium, Krieger-Überarbeitung, Handwerkszünfte

Auf Vespertales ist kürzlich die große Exogorgon-Queste zu Ende gegangen.

Seit einem Kometeneinschlag in einem vergangenen Zeitalter ist die Kristallhülle des Weltensplitters Sosarias geschwächt. Dies nutzte eine Art dunkle Gottheit aus einem fremden Weltensplitter, der Exogorgon, um mit seinen Horden in Sosaria einzufallen.

Der Exogorgon scharrte die Herren einiger Verliese um sich, und eine Sekte hielt ihn für ihren verschollenen Gott, und versuchte, durch den Bau einer Schwarzen Pforte ihm den Weg nach Sosaria zu ebnen.

Die Heldinnen und Helden schlossen mehrere Risse im Weltensplitter und verhinderten im letzten Moment die Fertigstellung der Pforte.

Bis auf Weiteres ist die Gefahr nun gebannt, doch immer noch ist die Kristallhülle der Welt brüchig und noch immer finden mindere Wesenheiten aus anderen Weltensplittern den Weg in die heimischen Wälder und Verliese.

Diese gilt es jetzt in Kristalle zu bannen und zu erforschen. Mit den Forschungsnotizen füllt man ein Kompendium, welches nach und nach interessante Fähigkeiten und Bauanleitungen enthüllt. Magische Klassen können vollständig erforschte Kreaturen zudem im Kampf beschwören.

Darüber hinaus gab es vor Kurzem eine Komplettüberarbeitung der Krieger-Klasse mit vielen neuen Waffenfähigkeiten und wählbaren Spezialisierungen, so wie den Beginn der Erweiterung der Handwerksklassen um Zünfte, über die sich einzigartige Gegenstände freispielen lassen, die besondere Fähigkeiten im jeweiligen Handwerk verleihen.